Der Grund hierfür liegt oft in dem zu geringen Stellenwert des Themas Qualitätssicherung bei einzelnen IT-Projekten bzw. in der fehlenden Bereitschaft, einem IT-Projekt die erforderlichen zeitlichen, personellen und materiellen Ressourcen für eine adäquate Qualitätssicherung zuzugestehen.
Bei Projekten für den regulierten Bereich allerdings ? betroffen sind hier insbesondere Unternehmen, die in der pharmazeutischen, lebensmitteltechnischen, chemischen oder ähnlichen Branchen tätig sind ? kommen umfangreiche behördliche Vorschriften zum Einsatz, in denen vor allem auch die Durchführung entsprechender qualitätssichernder Maßnahmen und deren lückenlose Dokumentation zwingend vorgeschrieben sind.
Bedingt durch die Erfahrungen mit mehreren teils sehr umfangreichen Entwicklungsprojekten für regulierte Bereiche verfügt edcom über entsprechendes Know-how auf diesem Gebiet, das selbstverständlich in alle internen und vor allem auch Kunden-Projekte der Anwendungsentwicklung einfließt.
Um in der Lage zu sein, derartige Projekte durchführen zu können, reicht es nicht aus, sich an die entsprechenden einschlägigen Regelwerke anzupassen. Vielmehr müssen im Unternehmen zunächst einmal die erforderlichen innerbetrieblichen Grundlagen geschaffen werden. Schließlich muss die Verankerung des Qualitätsgedankens im Unternehmen eine Selbstverständlichkeit sein. Und nicht zuletzt müssen ja auch die Auftraggeber und ggf. die prüfenden Behörden davon überzeugt werden, dass der Dienstleister überhaupt in der Lage ist, eine Arbeit gemäß den Verordnungen abzuliefern.
Folgende Eckpunkte erachten wir als wesentliche Voraussetzung für ein effektives Qualitätswesen:
| Vor dem Hintergrund der oben beschriebenen praktischen Erfahrungen hat edcom zudem schon vor Jahren eine Reihe von Software-Modulen (zusammengefasst in der eto QM Suite) entwickelt, mit deren Hilfe die Maßnahmen zur Qualitätssicherung bei beliebigen Entwicklungsprojekten geführt, unterstützt und auf verschiedenste Art dokumentiert werden können. Ein Regelwerk (QM Handbuch), das bei Bedarf an sich verändernde Anforderungen anzupassen ist, beschreibt dabei sämtliche Tätigkeiten im Lebenszyklus einer Software und enthält detaillierte Programmierrichtlinien. Insbesondere das Thema der regelmäßigen Überprüfung und Weiterentwicklung ist eine wesentliche Aufgabe der Fachabteilungen. Durch ein Workflow-Verfahren werden die Dokumente nach der Erstellung zur Genehmigung weitergeleitet und von den dafür Verantwortlichen freigegeben. Ab diesem Zeitpunkt sind die Dokumente und die darin enthaltenen Richtlinien für alle Mitarbeiter verbindlich. Über das Audit-Modul können regelmäßig interne Qualitätsaudits erstellt, durchgeführt und dokumentiert werden. Ein weiteres dieser Werkzeuge, das Change Management-Modul, dient der Erfassung und Dokumentation von Detailaufgaben, die im Rahmen einer Anwendungsentwicklung anfallen. Das Validierungsmodul dient der exakten Planung der Test- und Prüfaufgaben. Die entsprechenden Testszenarien lassen sich dabei mit einem Minimum an Aufwand manuell erfassen oder auch einfach aus den im Change Management-Modul erfassten Detailaufgaben ableiten und in schließlich in einem Prüfplan zusammenfassen. Die Ergebnisprotokolle beider Module dienen der lückenlosen Dokumentation über die erfolgreiche Durchführung von Softwarevalidierungen für den regulierten Bereich. Zudem hat sich edcom eine bewusste Trennung zwischen Entwicklungs- und Testteams zur Regel gemacht. Darüber hinaus wird, soweit dies im Rahmen des jeweiligen Projekts erforderlich oder gewünscht ist, die Validierung auf Testsystemen durchgeführt, welche der IT-Umgebung des Kunden möglichst ähnlich sind. Dadurch werden aussagekräftige Testergebnisse erzielt. Bestehende und geplante Richtlinien für die Entwicklung werden ausführlich auf den regelmäßig stattfindenden edcom-internen Entwicklertagen diskutiert. |


